Der Schlaf beeinflusst Konzentration, Gesundheit und Lebensqualität massgeblich. Doch worauf kommt es beim Einschlafen wirklich an? Wir haben bei Elite Betten mit einer Schlafspezialistin gesprochen, die täglich mit Menschen auf der Suche nach erholsamerem Schlaf zu tun hat. Sie spricht über häufige Irrtümer, individuelle Beratung und was ein gutes Bettsystem ausmacht.
Text: Beat Frei | Fotos: zvg
Elite Betten arbeitet eng mit Schlafspezialistinnen und Kliniken zusammen, um den Schlaf besser zu verstehen und künftige Bedürfnisse der Kundschaft zu antizipieren. Das Bett ist ein wichtiger Akteur der Schlafkette; Elite Betten will wissen, wie es den Schlaf beeinflusst und wo sie ansetzen können.
Die Empfehlung liegt für Erwachsene bei 7 bis 9 Stunden, doch der Wert verändert sich deutlich: Ein Neugeborenes braucht 14 bis 17 Stunden, über 65-Jährige nur noch 6 bis 8 Stunden. Auch die Schlafarchitektur verändert sich: Ab etwa 50 wird der Schlaf leichter und störanfälliger, man reagiert empfindlicher auf Geräusche und hat wegen altersbedingter Gelenk- oder Muskelschmerzen oft Mühe, eine bequeme Position zu finden.
Nie ändert sich hingegen die Bedeutung eines passenden Bettsystems: Es muss auf Körperform und Bedürfnisse abgestimmt sein, um Tiefschlafphasen zu verlängern und Mikroerwachungen zu reduzieren. Bei Elite haben wir unser Rezept für guten Schlaf entwickelt: drei Säulen – Komfort (Beseitigung von Druckpunkten), Rückenstützung und Temperaturregulierung.
Der Körper sendet Signale, bevor man es bewusst merkt: häufiges Aufwachen, Müdigkeit beim Aufstehen, morgendliche Rückenschmerzen oder das Gefühl, nach vielem Wälzen bereits erschöpft aufzuwachen.
Ein einfacher Test: Bettausstattung älter als zehn Jahre, eine Mulde in der Matratze, Rückenschmerzen, Mühe mit einer bequemen Position, häufige Mikroerwachungen. Entweder ist die Matratze in die Jahre gekommen, die Härte passt nicht mehr zur Körperform oder die Unterfederung ermüdet. Auch Boxspring oder Lattenrost tragen massgeblich zu Komfort und Langlebigkeit bei – eine ermüdete Unterfederung zerstört selbst eine hervorragende Matratze binnen Monaten. Gegen diesen «Muldeneffekt» liess unsere Maison 1969 ein Boxspring-System patentieren – bis heute Referenz. Seither bieten wir dieselbe Unterstützung auch mit Federn aus Schweizer Holz.
Der häufigste Irrtum: Härte mit Festigkeit zu verwechseln. Viele glauben, eine harte Matratze sei automatisch gut und halte länger – dabei soll sie den Körper dort stützen, wo nötig, ohne unnötige Druckpunkte. Ich empfehle, im Geschäft verschiedene Härtegrade in allen Schlafpositionen zu testen und Matratze und Boxspring gemeinsam zu wählen, da deren Federungssysteme sich ergänzen.
Die Universalmatratze gibt es nicht – jeder Körper hat andere Bedürfnisse, daher zählt fachkundige Beratung. Bei Elite führen wir eigene Boutiquen für hochwertige Beratung und ein echtes Kundenerlebnis. Unser breites Sortiment erfüllt individuelle Bedürfnisse dank modellspezifischer Federkerne, unterschiedlicher Komfortzonen und Liegeempfindungen.
Nein – das hängt von Körperform, Gewohnheiten und mitunter gesundheitlichen Beschwerden ab. Entscheidend ist, dass sich die Matratze der gewählten Position anpasst, die Wirbelsäulenausrichtung bewahrt und die Muskulatur entspannen kann.
Es entlastet die Halswirbelsäule und beugt einer Überdehnung der Nackenmuskulatur vor; eine falsche Wahl führt zu Verspannungen und Kopfschmerzen. Grundregel: Die Kissenbreite sollte mindestens der Schulterbreite entsprechen, das Dreieck zwischen Schulter und Nacken gut ausgefüllt sein, besonders für Rücken- und Seitenschläfer. Zudem sollte es zur Matratze passen: weich und flach zu einer weichen, fest und voluminöser zu einer festen.
Seit 2006 sorgt François Pugliese, Inhaber und CEO, dafür, dass Elite, das 1895 in Aubonne gegründet wurde, seinen familiären Charakter und seine handwerkliche Verankerung bewahrt und sich gleichzeitig für Innovationen öffnet. Um echtes Fachwissen aufzubauen, umgibt er sich mit Spezialisten und Schlafmedizinern, stets auf der Suche nach Verbesserungen in Bezug auf Qualität, Nachhaltigkeit und die Anpassung der Produkte an die Bedürfnisse der Kunden. An seiner Seite verkörpert Marie Pugliese die Kontinuität dieser Familiengeschichte. Gemeinsam führen sie ein gemeinsames Versprechen fort: Schweizer Know-how im Dienste Ihres Schlafs.
Ein zu warmes Schlafzimmer oder eine ungeeignete Bettdecke führt durch Schwitzen und Unruhe zu häufigen Mikroerwachungen. Wichtig ist die Qualität von Bettdecke und Matratze, damit keine Wärme- und Feuchtigkeitsstaus entstehen – dafür eignen sich atmungsaktive, natürliche Materialien.
Wichtig ist ein Rahmen, der ausschliesslich der Erholung dient: kein Fernseher, keine Bildschirme, ein kühler, dunkler Raum. Der Körper muss die Temperatur leicht senken, um einzuschlafen und Tiefschlafphasen zu erreichen – eine lauwarme Dusche hilft. Auch Licht reguliert unsere innere Uhr. Ebenso wichtig: regelmässige Tagesstruktur, bei Müdigkeit hinlegen statt dagegen ankämpfen, schwere Mahlzeiten, Alkohol und Aufregung vor dem Schlafengehen meiden. Wer keinen Schlaf findet, sollte nicht grübelnd liegenbleiben, sondern aufstehen, lesen oder meditieren – nur mit warmem Licht, bis der Schlaf sich einstellt.
Helle Bildschirme sind nachweislich Schlafstörer: Sie beeinträchtigen die Melatoninausschüttung und Medienkonsum hält uns in Erregung. Deshalb empfiehlt sich, vor dem Schlafengehen auf digitale Geräte zu verzichten und das Schlafzimmer bildschirmfrei zu halten. Das braucht Umgewöhnung und Disziplin, doch die Wirkung ist spürbar.
Unsere Kundschaft erwartet massgeschneiderte Beratung: unterschiedliche Härte auf beiden Matratzenseiten, individuell anpassbare Bettelemente und Begleitung bei dieser keineswegs beiläufigen Entscheidung. Diese Treue zum handwerklichen Können, seit 1895 in Aubonne weitergegeben, verbunden mit Innovation und persönlicher Beratung, prägt unser Verständnis von gutem Schlaf.
Den wenigsten ist bewusst, dass man im Schnitt 7 bis 9 Stunden pro Nacht mit dem Gesicht direkt an der Matratze verbringt – und alles, was man dabei einatmet, gelangt in den Blutkreislauf. Die meisten Matratzen bestehen aus erdölbasiertem Polyurethan- oder Polyesterschaum, kombiniert mit Klebstoffen und chemischen Behandlungen gegen Feuer, Bakterien oder Milben. Diese Materialien setzen flüchtige organische Verbindungen (VOC) frei – Substanzen, die teils von der WHO als krebserregend eingestuft werden und zudem mit Reizungen, Atemwegsbeschwerden und Hormonstörungen in Verbindung gebracht werden.
Vor dem Matratzenkauf lohnt sich ein genauer Blick darauf, was verarbeitet wurde. Das EU-Ecolabel garantiert bei unseren Matratzen die Abwesenheit solcher VOC.
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