Lokales Wasser 37 kommt aus Quellen beim Üetliberg, wird am Rennweg abgefüllt und nur im Umkreis von 10 km ausgeliefert. Möglich macht dies ein Wasserbezugsrecht der Liegenschaft Rennweg 35/37 aus dem Jahre 1559. Durch kurze Transportwege leistet Lokales Wasser 37 seinen Beitrag zum Klimaschutz. Zudem kommt der Gewinn aus dem Verkauf vollumfänglich Wasser-Entwicklungsprojekten in südlichen Ländern zugute, denn die Wasserthematik kennt keine Grenzen.

Lokales Wasser 37 mit der Herkunftsbezeichnung «Aus Quellen in Zürcher Höhenlagen» gelangt ab Ende April 2016 in 500-ml-Glasflaschen, 500-ml-PET-Flaschen und 1500-ml-PET-Flaschen mit oder ohne Kohlensäure in den Verkauf und ist eine lokale Initiative der Max Ditting AG, dem ehemaligen Glas- und Porzellangeschäft.
 

«Weil das Wasser aus den Quellen am Üetliberg vorzüglich schmeckt, suchten wir nach einem Weg, wie wir das Wasserbezugsrecht der Liegenschaft in einem positiven Sinn nutzen können», so Urs Grütter, Initiator von Lokales Wasser 37 und Inhaber der Max Ditting AG.
 

Wasserbezugsrecht aus dem Jahre 1559
Urs Grütter (Bild) entdeckte im Grundbuchauszug seiner Liegenschaft ein «Wasserbezugsrecht für 10,5 Liter pro Minute bei mittlerem Wasserstand aus der Albisriederleitung zulasten der Stadt Zürich» – und tatsächlich: In den Rennweg 35/37 führte, neben der normalen Wasserleitung, eine längst in Vergessenheit geratene zweite Wasserleitung mit Quellwasser aus dem Üetliberggebiet. Diese Wasserleitung ist ein Zubringer aus der Albisriederleitung. Diese Leitung existiert seit 1430 und speist heute die Brunnen rund um den Rennweg mit Quellwasser.

«Nachdem die Rechtslage geklärt war, Analysen die gute Qualität des Quellwassers bestätigt hatten und erste Restaurants Interesse an einem lokalen Quellwasser in Flaschen verlauten liessen, war der Grundstein für Lokales Wasser 37 gelegt», so Urs Grütter. Seine Vision für Lokales Wasser 37 ist, diese Idee auch in anderen Städten zu realisieren, um den Konsum von lokalem Wasser möglichst breit zu fördern.

Kleinindustrielle Produktionsstätte am Rennweg
Im Hof des Rennwegs 35 steht ein kleines Gebäude mit der Hausnummer 37. Dieses Gebäude ist nicht nur Namensgeber, sondern auch Standort der kleinindustriellen Produktionsstätte. Das Quellwasser wird hier in Glas- und PET-Flaschen abgefüllt und anschliessend von InterComestibles an Restaurants, Büros und private Abnehmer in der Stadt ausgeliefert.

Die Abfüllmenge wird der Nachfrage laufend angepasst. Urs Grütter rechnet im ersten Jahr mit einer Stückzahl von einigen hunderttausend Flaschen. Falls die Nachfrage stark ansteigt, muss – um effizient zu bleiben – mittelfristig ein anderer Produktionsstandort entlang der Albisriederleitung gefunden werden. Ein solches Szenario ist auch in der Vereinbarung mit der Wasserversorgung Zürich festgeschrieben.