Begleiten Sie uns auf eine Reise zu einem unerkannten Juwel. Angefangen in Murg, wo 2002 aus einer ehemaligen Sägerei direkt am See das Restaurant Sagibeiz und sechs Jahre später aus Fabrik- und Lagerhallen ein Lofthotel entstand.

Wir begleiten die siebenjährige Anja, die zusammen mit drei anderen Schülern während der Woche bis zu vier Mal am Tag zwischen ihrem Zuhause – dem autofreien Au bei Quinten am Nordufer – und Murg, wo sich die Schule befindet, hin- und herfährt. Ihre Mutter weckt sie jeweils schon um sechs Uhr, damit sie die erste Morgenfahrt nicht verpasst.

Au ist ein kleines Paradies, wo Esel und Ziegen unter Feigenbäumen und Palmen grasen, Olivenbäume den Wegesrand säumen und Weinreben ganze Hänge zieren. Und dies obwohl die Hänge unter den Churfirsten steil und die Böden eher mager sind.

Wer sich hier zwischen See und Felswänden niedergelassen hat, scheut die Arbeit nicht. Durchsetzungswille und Einfallsreichtum sind an der Tagesordnung. Es erstaunt daher auch nicht, dass in einem stillgelegten Steinbruch östlich von Quinten ein Versuchsprojekt für das grösste Sonnenkraftwerk der Schweiz läuft. 3000 Haushalte könnten mit Strom versorgt werden. «Da im Winter die Sonne rechtwinklig auf die Felswand und somit auf die Panels scheinen würde, könnten wir hohe Stromerträge erzeugen, wenn andere Fotovoltaik-Anlagen wenig Strom produzieren», erklärt der Quintener Ortspräsident Alois Janser.

Wir lassen Quinten hinter uns und folgen dem zwischendurch recht steilen Wanderweg Richtung Weesen. Es geht vorbei am stattlichen Kublihaus, dessen einstiger Bewohner sich für Anna Göldi – die vermeintlich letzte Hexe – einsetzte, an den hohen Seerenbachfällen und der Römerruine Strahlegg beim Weiler Betlis. Wir erhaschen tolle Ausblicke auf den Walensee, dessen Oberfläche sich am Nachmittag immer stärker kräuselt. Die bei Seglern und Windsurfern beliebte Thermik ist im Anzug. «Segeln auf dem Walensee ist einfach genial! Hier können wir auf guten Wind zählen, und die Kulisse mit den fast 2000 Meter hoch gehenden Felswänden ist spektakulär», schwärmt Christoph Andris, Mitglied des Segel- und Yachtclubs Herrliberg und ehemaliger Coach von Junioren. Noch heute führt der Zürichsee-Segler-Verband seine Junioren-Lager am windsicheren Walensee durch.

Lesen Sie die vollständige Reportage in SEESICHT-Ausgabe 5/16 (abonnieren, am Kiosk kaufen).

Bilder (c): Heidiland Tourismus, Boris Baldinger, Thomas Kessler, azinova AG, Martina Peyer, Christian Perret.