Die Ausstellung im Landesmuseum Zürich, sie dauert vom 19. Mai bis am 22. Oktober 2017, betrachtet Schweizer Schmuck aus verschiedenen Perspektiven und gliedert sich in drei Bereiche: Material, gesellschaftliche Funktion für die Trägerinnen und Träger sowie Innovation des Schmucks im 20. Jahrhundert.

 

Die von kurzen Rutil-Nadeln dicht gewebte «Seide» stellt ein wertvolles Erkennungsmerkmal des Burma-Rubins dar.

Edelsteine
Eine eigene Sektion ist der Materialität von Schmuck gewidmet und geht der Frage nach «Woraus besteht Schmuck?». Für diesen Bereich wurden die Familie Gübelin sowie das Gübelin Gemmologische Labor angefragt, Edelsteine wie Rubine, Saphire, Smaragde, Diamanten, Turmaline, Spinelle, Topase, Granate, Aquamarine und Quarze als Leihgaben zur Verfügung zu stellen.

 

Basaler Querschnitt durch einen Trapiche-Smaragd aus Kolumbien mit dunklem zentralem Prisma, von dessen schwarzer Umhüllung schwarze Trennwände ausgehen, die ihrerseits trapezförmige Smaragdabschnitte einfassen.

Eduard Josef Gübelin am Zwei-Kreis-Goniometer, das er benutzte, um die Winkel zwischen verschiedenen Kristallflächen messen zu können.

Mikrofotografien

Neben der äusseren Schönheit bestechen Edelsteine auch durch ein faszinierendes Inneres. Mikrofotografien des Gübelin Gemmologischen Labors stellen Besucherinnen und Besuchern einen weitere Facette der Edelsteine vor: deren spektakuläre Innenwelt. Zu den Pionieren auf dem Gebiet der Gemmologie gehört Eduard Josef Gübelin (1913–2005), unter dessen Leitung das Gübelin Gemmologische Labor weltweites Renommee erlangte. Mit seinen zahlreichen Publikationen sowie eigens entwickelten Untersuchungsinstrumenten revolutionierte Eduard Josef Gübelin die Wissenschaft der Gemmologie und legte den Grundstein für die Identifikation von Edelsteinen. Er erkannte beispielsweise, dass die Einschlüsse in Edelsteinen kein Makel sind, sondern Auskunft geben über die Authentizität, Identität und Herkunft von Edelsteinen. Mit seinen Mikrofotografien offenbarte Eduard Josef Gübelin zugleich die atemberaubende innere Schönheit der Edelsteine.

 


Schmuck
Ein Bereich der Ausstellung beschäftigt sich mit Innovationen im Schweizer Schmuck des 20. Jahrhunderts. In diesem Teil der Ausstellung sind unter anderem Gübelin Schmuckstücke von den späten 1940er Jahren bis zu den frühen 1980er Jahren zu sehen.
Seit 1923 fertigt Gübelin eigenen Schmuck und zollt dem Handwerk im hauseigenen Schmuckatelier tiefen Respekt. Um die Authentizität der für Gübelin Schmuck verwendeten Edelsteine zu prüfen und dem Vertrauen der Kunden gerecht zu werden, gründete Gübelin im selben Jahr ein gemmologisches Labor.



Deeply Inspired
Kunst und Kultur sind für Gübelin zentrale Themen. «Wir freuen uns, mit Schmuckstücken, Edelsteinen und Mikrofotografien zu dieser Ausstellung beizutragen», so Raphael Gübelin, Präsident des 1854 gegründeten Schweizer Familienunternehmens. Dieses Engagement für Kunst und Kultur steht im Einklang mit der Firmenphilosophie «Deeply Inspired», die das Unternehmen auf allen Ebenen prägt und die für die Kombination von Schönheit und Wissen steht.

(Bilder: zvg Gübelin)