Ein Möbelstück, das klingt, als würde es den ganzen Raum neu vermessen: Mit der überarbeiteten Home-Serie schickt Denon drei Smartspeaker ins Wohnzimmer, die weniger nach Technik aussehen als nach einem ruhigen, gut gewählten Einrichtungsstück – und genauso viel Gefühl transportieren wie Klang.
Text: Beat Frei | Fotos: zvg
Drei Grössen, drei Budgets, eine gemeinsame Idee: Der Home 200 kostet rund CHF 320, der mittlere 400 liegt bei etwa CHF 450 und der grosse 600 startet bei ungefähr CHF 650. Wer schon den 150 kennt – dieser bleibt nämlich im Home Sortiment als Einstiegsmodell bestehen – findet hier keine kosmetische Überarbeitung, sondern eine neue Generation mit eigenem Charakter. Vom kompakten Einstieg bis zur raumfüllenden Grösse mit acht Treibern. Zwischen den drei Modellen liegt nicht nur Klangvolumen, sondern auch eine Frage der Lebenssituation: Der 200 passt in ein Studio oder Arbeitszimmer, der 400 wirkt wie gemacht für ein normales Wohnzimmer und der 600 verlangt schon fast nach einer grosszügigeren Raumhöhe, um sein volles Potenzial auszuspielen.
Am meisten verändert hat sich, wie diese Lautsprecher Musik im Raum verteilen. Statt Klang von einem einzigen Punkt abzustrahlen, arbeiten sie mit Höhe und Breite, sodass sich vertraute Songs plötzlich anders anfühlen: weiter auseinandergezogen, tiefer gestaffelt, weniger wie eine Quelle und mehr wie eine Umgebung. Wer will, kann diese Wirkung über zwei Klangprofile steuern – eines bleibt nah an der Aufnahme, unaufgeregt und klar; das andere lässt bewusst mehr Hall und Raumgefühl zu auf Kosten von Schärfe und Fokus. Weder das eine noch das andere ist die bessere Wahl, es kommt schlicht auf die Stimmung des Abends an.
Handwerklich zeigt sich die Serie erwachsen: Stoffbezug statt kühler Technikoptik, viel Metall, dazu gedeckte Farbtöne zwischen Anthrazit und warmem Grau. Ein Lautsprecher, der nicht neben Bücherregal und Pflanze auffällt, sondern sich dazwischen einfügt, als hätte er dort schon immer gestanden. Auch bei der Bedienung setzt Denon auf spürbare, physische Tasten statt sensibler Glasflächen – eine kleine, aber angenehme Rückkehr zu etwas Greifbarem, das man auch im Dunkeln ohne Hinschauen findet.