Zino Davidoff

Klasse, Tradition und ein bisschen Zufall

Es war einmal in einem kleinen schweizerischen Tabakladen in Genf, wo ein Mann namens Zino Davidoff seinen Traum in Rauch aufgehen liess – im besten Sinne des Wortes. Zino war ein Mann mit einem Faible für die guten Dinge im Leben: exquisite Zigarren, feine Weine und Anzüge, die so erlesen waren, dass sie zahlreiche Neider auf den Plan riefen. Doch was er am meisten liebte, war die Kunst des Zigarrenmachens.

Text: Beat Frei   |   Fotos: Davidoff und Claude Richardet

Die Geschichte der Davidoff-Zigarren beginnt ­offiziell 1911, als Zinos Vater, ein ukrainischer Tabakhändler, sich in Genf niederliess und einen kleinen Tabakladen ­eröffnete. Zino, ein wissbegieriger Jungspund, lernte das Geschäft von der Pike auf. Doch ihm reichte es nicht, Zigarren nur zu verkaufen. Er wollte verstehen, wie diese wundersamen Rollen aus Tabakblättern entstehen. Also packte er seine Koffer und machte sich auf den Weg in die Karibik, genauer gesagt nach Kuba – das Mekka des Zigarrenhandwerks. In Kuba erlernte Zino das Handwerk der Zigarrenherstellung von den besten ­Torcedores ­(Zigarrenrollern) der Welt. Er sog nicht nur den Rauch, sondern auch das Wissen ein. Zurück in Genf kombinierte er kubanische ­Expertise mit schweizerischer Präzision – eine Kombination, die so unwiderstehlich war wie Käsefondue mit einem Schuss Kirsch. Die Marke Davidoff wurde 1967 offiziell geboren und Zino warf sich mit voller Kraft ins Geschäft. Seine Mission? Eine Zigarre zu kreieren, die so perfekt ist, dass sie sogar die anspruchsvollsten Kritiker zum Schweigen bringt – zumindest solange sie an ihrer Zigarre ­ziehen. Mit der Einführung der berühmten «Château-­Serie» schaffte er genau das. Jede Zigarre war nach ­einem renommierten französischen Weingut benannt, was nicht nur edel klang, sondern auch Zinos Liebe zu gutem Wein ­unterstrich. Es war, als ob jede Zigarre mit einem unsichtbaren Glas Bordeaux geliefert wurde. Doch der Erfolg brachte auch Herausforderungen. In den 1990er-Jahren geriet Zino in einen Streit mit kubanischen Tabakproduzenten. Der Mann, der einst Kuba als sein Tabak­paradies angesehen hatte, kehrte der Insel den Rücken und verlagerte die Produktion in die Dominikanische Repu­blik. Dieser Umzug war, ­gelinde gesagt, ­riskant, aber es stellte sich heraus, dass die Dominikanische Republik ein ebenso gutes ­Zuhause für Davidoff-Zigarren war – mit der Bonus­option, ­weniger politische Turbulenzen ­ertragen zu müssen. ­Heute ist Davidoff ein Synonym für Luxus. Die Marke hat sich nicht nur bei Zigarrenliebhabern einen Namen ­gemacht, sondern ist auch ein Statement für ­Lebensart. Wer eine Davidoff-­Zigarre raucht, der signalisiert: «Ich habe Ge­­schmack – und ja, ich habe Zeit.» Was Zino Davidoff von anderen Tabak­mogulen unterschied, war sein Humor und sein feiner Sinn für Details. Er sagte einmal: «Eine ­Zigarre ist wie eine Frau. Wenn man sie mit Respekt behandelt, gibt sie einem den grössten Genuss.» Auch wenn der Satz heute vielleicht einen ­Augenbrauenheber wert ist, spiegelt er die Philosophie ­wider, die hinter jeder Davidoff-Zigarre steckt: Handwerkskunst, Leidenschaft und ein Hauch von augenzwinkerndem Charme. So raucht die Legende von Davidoff ­weiter – in ­luxuriösen Lounges, bei Geschäftsabschlüssen und, wer weiss, vielleicht sogar in einer Schweizer Berghütte mit Bündner-Platte und einem Glas Bordeaux. Aber ­eines ist sicher: Solange es Zigarren gibt, wird Davidoff immer ein Rauchzeichen für Qualität und Genuss bleiben.

Übrigens und seit 2024: die Grand Cru Diademas Finas 

Ein limitiertes Meisterwerk aus dem Hause Davidoff enthält einen Einlagetabak, der in einem Premier Grand Cru ­Classé-Rotweinfass reifen durfte. Zu verdanken ist diese ausserordentliche Zigarren-Kreation dem Gründer Zino Davidoff selbst. 1946 – das Jahr der Inspiration zu der Feinschmecker-Zigarre. Zino Davidoffs Ziel war schon ­immer, sich durch wegweisende Innovationen ­abzuheben. Das Mischen von mindestens drei verschiedenen Hauptrebsorten, ­welche ab und zu bei der Herstellung von Bordeaux-Weinen zum Tragen kommen – das war die Inspiration für die Kreation dieser einzigartigen Zigarrenlinie, die auf die gleiche Weise gemischt wird wie ein ­feiner ­Rotwein. Die Linie, die wir heute als Davidoff Grand Cru kennen, hat ihren Ursprung in genau dieser Analogie. Ein Paradebeispiel für Davidoffs meisterhafte Handwerkskunst. Die neu kreierte Zigarre spiegelt die Hauptaromen eines gut gelagerten Rotweins perfekt wider und enthüllt schrittweise den fruchtigen Charakter – genau wie sich auch ein feiner Bordeaux-Wein nach und nach entfaltet. Probieren Sie es aus – und entdecken Sie den Wein- und Zigarrengenuss. Ein Wein mit einer gewissen Reife und einem längeren, komplexeren Abgang eignet sich hervorragend in Kombination mit der Grand Cru Diademas ­Finas aus dem Familienunternehmen ­Oettinger ­Davidoff. 

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