Tierisch gut

Kinder lernen Tiere verstehen

Gut gemeint ist nicht immer gut fürs Tier. Der Zürcher Tierschutz vermittelt Kindern das nötige Wissen im Umgang mit Tieren, zeigt Handlungsmöglichkeiten und macht Tierschutz erlebbar – online auf «Aktiv werden» und bei Angeboten vor Ort.

Text: Zürcher Tierschutz   |   Fotos: zvg

Das Kaninchen hochheben, weil man es so gernhat. Der Ente etwas Brot füttern, weil sie hungrig aussieht. Oder den Hund umarmen, weil er etwas gut gemacht hat: Kindern und Jugendlichen liegen Tiere am Herzen und sie wollen ihnen meist nur Gutes tun. Trotzdem können solche Handlungen für Tiere unangenehm sein, Angst auslösen oder ihrer Gesundheit schaden.

Tiere haben eigene Bedürfnisse und kommunizieren ihre Gefühle anders als wir Menschen. Was wir als liebevolle Geste verstehen, empfindet ein Tier nicht zwingend genauso.

Mit Wissen zu mehr Tierwohl

Hier setzt das Jugendtierschutz-Projekt des Zürcher Tierschutzes an. Auf der Mitmachseite «Aktiv werden» und bei Programmen vor Ort erfahren Kinder und Jugendliche, was Tiere brauchen, wie sie ihre Signale besser deuten und was sie selbst zu Hause, in der Schule oder unterwegs für Haus-, Wild- und Nutztiere tun können.

Wer die Bedürfnisse und Körpersprache von Tieren kennt, kann ihre Grenzen besser respektieren und bewusster handeln. Davon profitieren beide Seiten: Die Tiere fühlen sich wohler und sicherer und Kinder machen häufiger positive Erfahrungen mit Tieren.  

Online lernen

Auf der Mitmachseite «Aktiv werden» finden Kinder altersgerechte Informationen, interaktive Spiele und praktische Tipps rund um den Tierschutz. Kinder können zum Beispiel herausfinden, ob ein Haustier zur eigenen Familie passt, wie die Körpersprache verschiedener Tiere zu deuten ist oder wie sie ihr eigenes Haustier sinnvoll beschäftigen können.

Ein weiteres Thema sind Wildtiere: Wie lassen sich Garten und Balkon tierfreundlicher gestalten? Was ist zu tun, wenn man ein verletztes Wildtier findet? Und warum ist das Füttern von Wildtieren nur in Ausnahmefällen sinnvoll?

Auch Konsum und Freizeitangebote können das Tierwohl beeinflussen und werden thematisiert: Kinder und Jugendliche erfahren beispielsweise, welche Labels für höhere Tierwohlstandards stehen und woran sie Freizeitangebote erkennen können, bei denen die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigt werden.

Wer Schweine als Individuen erleben darf, setzt sich auch eher für ihr Wohl ein.
Geduldiges Warten lohnt sich und bringt häufig die schönsten Momente mit Tieren.

Tierschutz hautnah erleben

Wer noch tiefer in die Welt der Tiere eintauchen möchte, kann Tiere und ihre Bedürfnisse in Programmen vor Ort kennenlernen: In den meisten Schulferien finden tierische Nachmittage im Tierheim statt. In den Sommerferien kommen ganztägige Angebote im Tierheim, auf Bauernhöfen und Wildtierstationen dazu. Ausserhalb der Ferienzeit gibt es für Schulklassen und private Gruppen (etwa Kindergeburtstage) ebenfalls Programme zu Haus- und Wildtieren.

Wenn Katzen beim Lesen helfen

Ein besonderes Angebot ist «Kinder lesen Katzen vor». Hier helfen vor allem die Tiere den Kindern: Primarschüler*innen mit Leseschwierigkeiten lesen in ruhiger Atmosphäre den Tierheimkatzen vor. Das Angebot fördert nicht nur die Freude am Lesen und das Selbstvertrauen, sondern vermittelt auch einen respektvollen Umgang mit den Tieren. Zu Beginn lernen die Kinder, wie Katzen kommunizieren, woran sie deren Wohlbefinden oder Unbehagen erkennen und was sie im Umgang mit ihnen beachten sollten.

Kleine Taten, grosse Wirkung

Auch kleine Taten, wie dem eigenen Haustier etwas Ruhe zu gönnen, können für das Wohlergehen eines Tieres einen grossen Unterschied machen. Und wer schon als Kind lernt, auf die Bedürfnisse von Tieren zu achten, und erlebt, dass das eigene Handeln einen Unterschied macht, behält diese Haltung oft ein Leben lang bei.

Zürcher Tierschutz

Der Zürcher Tierschutz setzt sich für ­den Schutz von Haus-, ­Nutz-, Wild- und ­Versuchstieren ein. ­Als gemeinnütziger Verein ­finanziert er sich ­ausschliesslich durch Spendengelder.
Wir ­danken Ihnen für Ihre Unterstützung. 

Spenden:
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