Aus den Boxen klingt I Will Survive von Gloria Gaynor und die ganze Halle singt mit. Eben haben Delphine Brulez und Clément Piconnet die über 200 Gäste zum Erntedankfest in Les Riceys am Abend begrüsst. Die Stimmung in der eindrucksvollen Scheune ist grossartig und voller Vorfreude. Seit dem frühen Nachmittag liegen riesige Fleischstücke auf den Grills vor der Halle. Die Gäste haben nicht nur das Anfeuern gesehen, sie verkosteten am Nachmittag bei 30 Winzern aus der Côte des Bar rund 200 verschiedene Champagner.
Text: Peter Jauch | Fotos: zvg
Das Erntedankfest im Süden der Champagne ist pure Lebensfreude. Es ist höchste Zeit, dass wir uns einmal nur dem Süden und seinen Winzern der berühmtesten Schaumweinregion der Welt widmen. In der Region mit dem dritten AOC-geschützten Produkt der Champagne – dem Rosé des Riceys – gibt es einiges zu entdecken. Um Ihnen die beiden anderen AOCs nicht vorzuenthalten: Es sind dies natürlich Champagner und Coteaux Champenois (Stillweine). In der südlichsten Ecke der Champagne – der Côte des Bar im Département Aube – scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Weinberge ziehen sich entlang der Seine und Aube, umrahmt von Wäldern, auf kalkhaltigen Kimmeridge-Böden im kontinentaleren Klima. Hier, näher beim Burgund als bei Reims, dominiert Pinot Noir die Rebzeilen und bringt kraftvolle, fruchtbetonte Champagner hervor. Einst als «zweite Zone» verkannt, hat sich die Côte des Bar inzwischen zum kreativen Zentrum der Winzerchampagner-Bewegung entwickelt. Abseits des Glamours der grossen Häuser pflegen engagierte Vignerons hier seit Generationen die verborgene Seele der Champagne. Les Riceys, der südlichste Ort, hat die grösste Weinbaufläche der Champagne mit knapp 870 Hektar Rebfläche. In der Geschichte war dieser Teil der Côte des Bar einmal dem Burgund und dann wieder der Champagne zugewiesen. Die heutige Winzergeneration denkt Champagner im Burgunderstil – was eine spannende Ausgangslage ist. Um kurz in der Geschichte zu bleiben: Nonnen haben früher Pinot Noir in der Region kultiviert und damit beste Weine produziert. So ist es nicht verwunderlich, dass in der gesamten Côte des Bar Pinot Noir mit 85 Prozent Anteil nach wie vor die wichtigste Rebsorte ist. Übrigens stammt ein Grossteil der Rotweine für die Rosé-Assemblagen vieler Häuser aus dem Süden. Wir stellen sechs dieser Winzerpersönlichkeiten vor – jeder mit eigenem Stil, doch alle vereint in der Leidenschaft für Terroir, Tradition und Qualität. Dank Schweizer Importeuren wie Smith & Smith, Vini D’Amato, Les Bulles und Südhang finden ihre Champagner auch hierzulande den Weg zu Kennern.
Ganz im Süden der Côte des Bar liegt Les Riceys, ein Dorf mit ungewöhnlichem Erbe: Neben Champagner entstehen hier auch stille Weiss-, Rosé- und Rotweine. Die Domaine Alexandre Bonnet schöpft aus dieser dualen Identität zwischen Champagne und Burgund. Das Haus keltert nicht nur exzellente Champagner, sondern eben auch Coteaux Champenois und den berühmten Rosé des Riceys (AOC-geschützt). Die Weinberge – hauptsächlich Pinot Noir – werden biologisch und biodynamisch bewirtschaftet; alte Trockenmauern und Steinhütten zwischen den Reben zeugen vom respektvollen Umgang mit dem Terroir. Im Keller durchlaufen alle Grundweine die malolaktische Gärung und reifen anschliessend lange auf der Hefe, was den Weinen eine unverwechselbare Kombination aus mineralischer Spannung und weicher Fülle verleiht. So entstehen komplexe, doch elegante Champagner, die die Charakteristik des südlichen Terroirs widerspiegeln. Alexandre Bonnet hat einen besonderen Weg hinter sich – zurück zu einem RM-Winzer (Récoltant-Manipulant), das heisst, sie verarbeiten nur noch eigene Trauben zu Weinen und Champagnern. In der Regel wachsen kleinere Winzer und werden zu einem NM-Winzer (Négociant-Manipulant), der Trauben zukauft. Die Domaine Alexandre Bonnet ist den umgekehrten Weg gegangen, was in einer wachstumsgetriebenen Welt eher ungewöhnlich ist. Zudem stehen weitere Projekte wie die Erweiterung der Cuvéerie vor der Realisierung. Man wird in nächster Zeit noch einiges aus Les Riceys von Alexandre Bonnet hören.
Frischen Wind in die Côte des Bar bringt das junge Winzerpaar Agathe und Clément Piconnet, das 2014 seine Domaine in Neuville-sur-Seine gründete. Die Eltern von Clément teilten ihre Weinberge auf die beiden Söhne auf, und zusammen mit Agathe betreiben sie die Marke C.H. Piconnet. Auf rund acht Hektar – verteilt auf Neuville und das nahe Gyé-sur-Seine – kultivieren die Piconnets Pinot Noir, Chardonnay und sogar etwas Pinot Blanc, von Anfang an zertifiziert biologisch (Ecocert). Clément, offen und begeisterungsfähig, kümmert sich um Keller und Weinberge, während Agathe als ruhige Perfektionistin Präzision und Überblick wahrt – ein ideales Team, was sich auch in ihren Champagnern widerspiegelt. Bis auf den Rosé werden alle Grundweine im Stahltank ausgebaut. Eine Besonderheit ist jedoch «Les Vignes de Charles», ihr Rosé-Champagner: Hierfür verwenden sie 20 Prozent Pinot-Noir-Rotwein (üblich sind 5–15 %), der in einem einzelnen Eichenfass ausgebaut wird – der restliche Grundwein bleibt im Edelstahl. Dieser hohe Rotweinanteil verleiht dem Rosé Kraft, Tiefe und eine leuchtend dunkelrosa Farbe. Auch die anderen Cuvées – vom Blanc de Noirs «La Bretonne» bis zur Assemblage «3 Cépages» – zeichnen sich durch Klarheit, präzise Frucht und zugleich genügend Körper und Länge aus. Agathe und Clément haben in kurzer Zeit eine eigene Handschrift etabliert, die neugierig auf die Zukunft macht.
Im Dörfchen Gyé-sur-Seine, unweit von Les Riceys, führt Jean-Félix Josselin die Tradition seiner Familie fort. Schon 1854 erwarb die Familie Josselin hier erste Rebparzellen; 1957 gründete Jean Josselin das eigene Champagnerhaus. Heute leitet Önologe Jean-Félix in vierter Generation das Gut mit klarem Fokus auf authentische, geradlinige Champagner. Die Weinberge liegen in besten Lagen um Gyé und sind überwiegend mit Pinot Noir sowie etwas Chardonnay bepflanzt. Im Keller setzt Josselin auf moderne Handwerkskunst: Gepresst wird mit einer traditionellen Coquard-Kelter, vergoren in Edelstahl, und alle Grundweine machen den biologischen Säureabbau durch. Das ergibt fein ausbalancierte, finessenreiche Grundweine mit milder Säure. Das Resultat sind Champagner von klarer Linie und Finesse, die Frucht und Frische elegant vereinen. Trotz wachsender Anerkennung bleibt Josselin bescheiden – wichtiger als Medaillen ist ihm der reine Ausdruck des Terroirs.
In Courteron an der oberen Seine liegt das Reich der Familie Fleury, einer Pionierin des nachhaltigen Champagneranbaus. Nach der Reblauskrise pflanzten die Fleurys 1894 erste Reben wieder an; seit 1929 füllen sie Champagner unter eigenem Namen ab. Besonders früh verabschiedete man sich von der Chemie: Bereits in den 1970ern experimentierte Jean-Pierre Fleury mit organischen Methoden, und 1989 wurde Champagne Fleury als erstes Haus der Champagne biodynamisch Demeter-zertifiziert. Heute umfasst das Weingut rund 15 Hektar, überwiegend Pinot Noir auf sehr kalkreichen Böden. Die Fleury-Champagner werden oft als warm und «weise» beschrieben – sie verbinden Eleganz und Klarheit mit einer besonderen Wärme. Ein Grund dafür ist die Vinifikation: Ein Teil der Grundweine reift in kleinen Eichenfässern und viele Cuvées liegen sehr lange (bis sieben Jahre) auf der Hefe. Dadurch gewinnen die Weine Tiefe und Komplexität, ohne an Frische einzubüssen. Die Vorzeige-Cuvée «Fleur de l’Europe» Brut Nature etwa kommt komplett ohne Dosage aus und verkörpert die Philosophie des Hauses: kein aufgesetzter Glanz, sondern Charakter, Noblesse und Authentizität.
In Landreville produziert Yann Prophète Champagner in nahezu klösterlicher Kleinauflage. Obwohl seine Weinberge rund 40 000 kg Trauben liefern könnten, behält er nur etwa fünf Prozent für die eigene Kelterung – den Rest verkauft er. Sein Credo: Eigenen Champagner gibt es nur in den besten Jahren. Entsprechend füllt er je nach Jahr lediglich 1500 bis 5000 Flaschen ab. Qualität steht dabei über allem: Bereits seit 2002 keltert Yann Wein, doch erst mit dem Jahrgang 2010 fühlte er sich bereit für den eigenen Champagner. Seine ersten Veröffentlichungen – 2010, 2011 und 2012 – kamen dann zugleich auf den Markt, nach gut acht Jahren Hefelager und jeweils in zwei Varianten: Brut Nature und Extra Brut. Diese raren Champagner, allesamt 100 Prozent Chardonnay, demonstrierten eindrucksvoll Yanns kompromisslosen Qualitätsanspruch. In seinem alten Kreuzgewölbekeller, ausgestattet mit teils 150 Jahre altem, manuellem Gerät, wird bis heute traditionell von Hand gearbeitet. Die extreme Traubenselektion, die handwerkliche Vinifikation und das lange Hefelager verleihen den Champagnern von Yann Prophète eine aussergewöhnliche Tiefe, Konzentration und Feinperligkeit. Es sind rare Preziosen für Kenner, die auf Authentizität und Langstreckenreife setzen.
Den Schlusspunkt unserer Reise setzt Champagne Louise Brison in Noé-les-Mallets – ein Familienbetrieb, der beispielhaft für den Aufbruchgeist der Aube steht. Gegründet 1910 von Louise Brison – einer Winzerin mit Pioniergeist – wird das Haus heute von Urenkelin Delphine Brulez geführt. Sie hat das ca. 15 Hektar grosse Gut auf biologischen Anbau umgestellt und orientiert sich an burgundischen Methoden. Die Weinberge (70% Pinot Noir, 30% Chardonnay) liegen auf kalkigem Mergel des Kimmeridgium, ähnlich jenem im nahen Chablis, was den Weinen eine ausgeprägte Mineralität verleiht. Alle Grundweine werden in gebrauchten Barriques aus Burgund vergoren und ausgebaut, bevor sie auf Flaschen gezogen werden. Ausserdem sind sämtliche Champagner des Hauses Jahrgangschampagner (keine NV-Cuvées), die mindestens fünf Jahre auf der Hefe reifen. Dosage setzt Delphine höchst sparsam oder gar nicht ein, je nach Jahrgang, um die natürliche Klarheit zu bewahren. So entstehen charakterstarke Champagner voller Finesse und Frische, die trotz langer Reife vital und präzise bleiben. Mit dieser Verbindung aus Tradition (langes Hefelager, Jahrgangscharakter) und Moderne (Bio-Weinbau, Barriqueeinsatz) hat Delphine Brulez dem Haus neuen Glanz verliehen – und zeigt, welche Klasse im «anderen» Teil der Champagne steckt.
Das Erntedankfest zeigt einmal mehr: Zusammengehörigkeit wird in der Champagne gelebt. Über den Tag hinweg trifft man immer wieder Winzer bei Kollegen, beim Fachsimpeln, beim gemeinsamen Verkosten. Auch wenn in der Côte des Bar nicht der Bär steppt – sie ist allemal eine Champagner-Reise wert. Auch wenn der Song von Gloria Gaynor inhaltlich nicht ganz zur Situation passt – sie werden nicht nur überleben, sie werden in den nächsten Jahren noch lauter, mutiger – und die Champagne weiter verändern.
Erstmals lohnt es sich folgende Produkte für die kommenden Festtage aufzutischen:
Rebsorten: 100 Prozent Pinot Noir
Herkunft: Courteron, biodynamisch bewirtschaftete Parzellen auf Ton-Kalk-Boden
Auf der Hefe: ca. 36 Monate
Dosage: ca. 3–4 g/l
Intro
Der Klassiker des biodynamischen Pioniers Fleury. Diese Cuvée steht für pure Pinot-Noir-Kraft mit natürlicher Balance und Tiefe – ohne Make-up, aber mit viel Seele.
Aussehen
Goldgelb mit bronzenem Schimmer; zarte, lang anhaltende Perlage.
Nase
Reife Apfel- und Birnennoten, Hagebutte, getrocknete Kräuter, ein Hauch Rauch und Brioche.
Gaumen
Dicht und samtig mit kalkiger Ader. Feine oxidative Würze, vollreife Frucht, eine präzise Säurestruktur und schöner Zug – ein echter Charakterwein.
Nachklang
Lang, würzig und vielschichtig mit kreidigem Ausklang.
Foodpairing
Passt perfekt zu Wildgeflügel, geröstetem Wurzelgemüse oder reifem Comté.
Rebsorten: 100 Prozent Pinot Noir
Herkunft: Gyé-sur-Seine, Côte des Bar
Auf der Hefe: 24–30 Monate
Dosage: Extra Brut (~3–4 g/l)
Intro
Benannt nach den «drei Jeans» der Familie Josselin, ist diese Cuvée ein reines Pinot-Noir-Statement aus den kalkreichen Hängen von Gyé-sur-Seine. Ein klassischer Blanc de Noirs mit feiner Frucht, Struktur und moderner Frische.
Aussehen
Helles Gold mit leicht kupfernem Schimmer. Feine, lebhafte Perlage.
Nase
Ausdrucksstark mit Aromen von Himbeere, reifer Birne, kandiertem Apfel und floralen Noten. Dazu ein Hauch Mandelschale und frisches Baguette.
Gaumen
Trocken und saftig mit klarer Pinot-Frucht. Noten von Erdbeere und Weissdorn, gepaart mit weicher Textur und lebendiger Säure. Frisch, aber nie scharf – perfekt balanciert.
Nachklang
Mittel bis lang mit vibrierender Frucht und kreidiger Würze.
Foodpairing
Hervorragend zu luftgetrocknetem Schinken, gebratenem Geflügel oder als eleganter Aperitif mit Charcuterie.
Rebsorten: 100 Prozent Chardonnay
Herkunft: Landreville, Côte des Bar
Auf der Hefe: über 8 Jahre
Dosage: 0 g/l (Brut Nature)
Intro
Der erste offiziell veröffentlichte Jahrgang von Yann Prophète – ein stiller Meilenstein für einen stillen Macher. Millésime 2010 markiert den kompromisslosen Startpunkt eines Winzers, der nur dann abfüllt, wenn Jahrgang und Qualität es verdienen. Chardonnay aus kalkreichem Terroir, handwerklich vinifiziert, lange gereift, ungeschönt – ein Purist unter den Jahrgangschampagnern.
Aussehen
Helles Gold mit feiner, dichter Perlage.
Nase
Verhalten elegant mit Noten von Zitronenzeste, reifem Apfel, frisch gerösteten Mandeln und einem Hauch Kalkstein. Mit Luft entwickeln sich Anklänge von Wachs, Brotkruste und getrockneten Kräutern.
Gaumen
Kristallin, straff und knochentrocken. Die Frucht ist präzise, die Säure vibrierend, die Textur kühl-mineralisch. Kein Gramm zu viel, aber voll von innerer Spannung und Energie.
Nachklang
Lang, kreidig, pur – mit druckvoller Linearität und salziger Frische.
Foodpairing
Ieal zu Austern, gegrilltem Fisch mit Fenchel oder puristisch zu gereiftem Comté – ein Champagner für stille Tischgespräche und aufmerksame Gaumen.
Rebsorten: Chardonnay (ca. 85%), Pinot Noir (ca. 15% als Rotwein)
Herkunft: Neuville-sur-Seine
Ausbau: Edelstahl (Grundwein), Eichenfass (Rotweinanteil)
Auf der Hefe: 52 Monate
Dosage: Extra Brut / Brut Nature
Intro
Ein charakterstarker Rosé von junger Handschrift: Clément Piconnet verbindet die Frische des Chardonnay mit der Kraft eines im Holz ausgebauten Pinot-Noir-Rotweins. Eine ungewöhnliche Assemblage mit Tiefe und Finesse.
Aussehen
Leuchtendes, intensives Lachsrosa mit goldenen Reflexen.
Nase
Duftet nach Wildhimbeere, pinker Grapefruit und Orangenzeste. Feinrauchige Würze und florale Untertöne runden das Bouquet ab.
Gaumen
Vollmundig, saftig und fein strukturiert. Rote Frucht mit kerniger Frische, unterstützt von einer zarten Holznote. Druckvoll und elegant zugleich.
Nachklang
Lang, mit salziger Note, Fruchtkern und mineralischem Biss.
Foodpairing
Köstlich zu Lachstartar, gebratenem Kalb oder Ziegenkäse mit Roter Bete.
Rebsorten: Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Meunier, Pinot Blanc, Pinot Gris, Petit Meslier, Arbane
Herkunft: Les Riceys, Kimmeridge-Kalk, südliche Aube
Auf der Hefe: 36 Monate
Dosage: Brut Nature
Intro
Diese rare Cuvée vereint alle sieben in der Champagne zugelassenen Rebsorten – ein vinifizierter Stammbaum der Region. In einer historischen Parzelle gemeinsam gepflanzt und gemeinsam gelesen, bringt «7 Cépages» das Terroir von Les Riceys in seiner ganzen Bandbreite zum Ausdruck.
Aussehen
Mittleres Strohgelb mit grünlichen Reflexen und feiner, lebhafter Perlage.
Nase
Komplex und fein: weisse Blüten, getrocknete Kräuter, Honig, Birne und kandierte Zitrusfrucht, begleitet von einem Hauch Mandel und Gewürzen.
Gaumen
Trocken, strukturiert und kraftvoll mit schöner Frische. Die aromatische Tiefe entfaltet sich Schicht für Schicht: gelbe Frucht, Kräuterwürze, ein salziger Unterton – lang, präzise und mineralisch.
Nachklang
Elegant, kräuterig und animierend frisch – mit langem Nachhall auf kalkiger Struktur.
Foodpairing
Ideal zu Jakobsmuscheln, Ziegenkäse mit Honig oder Gemüsegerichten mit Wildkräutern. Auch als meditativer Solist ein Erlebnis.
Rebsorten: 50 Prozent Pinot Noir, 50 Prozent Chardonnay
Herkunft: Noé-les-Mallets, Ton-Kalk des Kimmeridgium
Ausbau: 9 Monate im gebrauchten Barrique
Auf der Hefe: mind. 5 Jahre
Dosage: Brut (ca. 4–6 g/l)
Intro
Delphine Brulez erzeugt ausschliesslich Jahrgangschampagner mit langer Reife – aus biologischem Anbau und mit burgundischer Handschrift. Der Millésime Brut steht exemplarisch für Struktur, Frische und Tiefgang.
Aussehen
Helles Gold mit zarten Reflexen und feinem Mousseux.
Nase
Reifer Apfel, Quitte, Akazienhonig und Vanille. Dazu dezente Röstaromen, Wachs, Kamille und etwas Stein.
Gaumen
Straff, kühl und präzise. Klare Säure trifft auf feine Barriquenoten; getrocknete Frucht und Blütenhonig umspielen die lebendige Struktur.
Nachklang
Lang, salzig und elegant – mit burgundischer Anmutung und grosser Trinkspannung.
Foodpairing
Ideal zu gegrilltem Seefisch, Risotto mit Herbstpilzen oder gebratener Polenta mit Parmesanschaum.