Im Januar 2026 liessen die neun Uhrenmarken von LVMH (Moët Hennessy und Louis Vuitton) in Mailand ihre ersten Neuheiten vom Stapel. Elegante Formen, dezente Farben sowie kunstvolles Handwerk zeigen dabei, dass man auch mit Understatement hohe Wellen schlagen kann. Hier eine Auswahl.
Text: WatchAdvisor | Fotos: zvg
Nebst den bekannten Grössen wie Hublot, TAG Heuer und Zenith finden sich bei LVMH unter anderem auch Uhren von Bulgari, Louis Vuitton, Daniel Roth und Gerald Genta sowie Tiffany & Co. Mit der Akquisition von Swiza und damit L’Epée 1839 verfügt die Flotte seit zwei Jahren auch über einen der führenden Anbieter von modernen Zeit-Objekten. Für 2026 hat sich L’Epée von der schlanken Silhouette von Renn-Ruderbooten inspirieren lassen: «La Regatta» ist eine 51,8 cm hohe Standuhr mit einem mechanischen Werk mit acht Tagen Gangreserve. Für jedes der drei Einzelstücke («Umi», «Blue Horizon» und «Prism») kommt eine andere Emaille-Technik zum Einsatz («Flinqué», «Plique-à-jour» und «Cloisonné»), für die das weltbekannte Atelier von David Kakabadze in Tiflis (Georgien) ins sprichwörtliche Boot geholt werden konnte. Die Preise liegen bei je CHF 95 000 und für individuelle Anpassungen und Kundenwünsche ist das in Delsberg ansässige Team von L’Epée mehr als offen.
Zeit-Skulptur «La Regatta» von L‘Epée 1839.
Bei der neuen Carrera Chronograph Seafarer von TAG Heuer hiess es ebenfalls «alle Mann an Deck»: Das hauseigene Automatik-Kaliber TH20-04 verfügt über einen Gezeitenmechanismus, der über den «Tide»-Drücker am linken Gehäuserand der Uhr bedient wird und garantiert dank Säulenrad und vertikaler Kupplung eine präzise Chronographensteuerung; die Gangreserve liegt bei Vollaufzug bei 80 Stunden. Das beigefarbene, opalisierende Zifferblatt der 42 mm grossen Armbanduhr kombiniert türkisfarbene und gelbe Akzente, inspiriert von einem Heuer Seafarer Modell, das für Abercrombie & Fitch in den 50er-Jahren hergestellt wurde. In Kombination mit dem gewölbten Saphirglas und einem dreidimensional aufgebauten Zifferblatt ist die Uhr aus jedem Winkel gut ablesbar. Das Design des Zählers bei drei Uhr ist eine Hommage an die Zeitmessung bei Regatten, das bei neun Uhr angeordnete Zifferblatt zur Anzeige der Gezeiten weist die voraussichtliche Zeit der nächsten Flut oder Ebbe aus. Apropos Flut: Das Edelstahl-Gehäuse bietet eine Wasserdichtigkeit von 100 Metern und einen Sichtglasboden auf der Rückseite. Geliefert wird die Carrera Seafarer mit einem siebenreihigen Metallband in Reiskorn-Optik («Beads of Rice») und einem zusätzlichen Textilarmband mit blauer Steppnaht, der Preis liegt bei CHF 8300.
Zeigt nicht nur die Zeit an, sondern auch Flut und Ebbe:
die neue Carrera Seafarer von TAG Heuer.
Hublot ist in der Regel eher für knallige Farben und gewagte Material-Kombinationen bekannt. 2026 schlägt der Schweizer Uhrenhersteller mit einem neuen Farbton leisere Töne an: «Coal Blue» wurde speziell für vier neue Referenzen in der Big Bang-Familie entwickelt und setzt sich aus Grau, Schwarz und Blau zusammen. Die runde Big Bang Original Unico mit einem Durchmesser von 43 mm und die Tonneau-förmige Spirit of Big Bang in 42 mm verfügen zudem über gemusterte Zifferblätter, inspiriert von geflochtenen Kohlefasern. Die beiden anderen Modelle spiegeln den mineralischen Charakter der neuen Farbe durch die Verwendung von Carbon in seiner reinsten Form: Diamanten. Die Lünetten der Big Bang (33 mm) und der Spirit of Big Bang (32 mm) sind komplett mit Diamanten ausgefasst – 36 beim ersteren und 44 beim letzteren Modell. Alle Steine sind gemäss den Kriterien des RJC (Responsible Jewellery Council) und des Kimberley-Prozesses zertifiziert, die höchste ethische Standards gewährleisten. Die Preise starten bei CHF 16 900 bei den beiden Herrenmodellen in Titan, die beiden Damenuhren in Edelstahl starten bei CHF 12 900.
Ein neuer Stern über dem Seebecken:
die Defy von Zenith mit silberfarbenem
Zifferblatt und 36 mm grossem
Edelstahlgehäuse.
Wie Hublot setzt auch Konzernschwester Zenith auf ein einfach zu bedienendes System für den Bandwechsel ohne Werkzeug. Zum Jahresanfang präsentierte die Traditionsmarke eine ganze Reihe neuer Defy Modelle, darunter die Defy Skyline Skeleton in Schwarz und Gold, ein markanter neuer Defy Skyline Chronograph aus schwarzer Keramik, die Defy Skyline Tourbillon Skeleton, die erstmals mit einer vollständig skelettierten Konstruktion aus Roségold erscheint, sowie ein edles Update der Defy Skyline 36: Die ursprünglich in Dunkelblau, Eisblau, Pastellgrün und Pastellrosa angebotene Unisex-Uhr in 36 mm heisst nun eine neue Version in ihren Reihen willkommen, die sich durch ein elegantes, silberfarbenes Zifferblatt auszeichnet. Das charakteristische geometrische Motiv des vierzackigen Sterns – eine moderne Neuinterpretation des historischen «Doppel Z»-Logos aus den 60ern – wird auch in dieser Version beibehalten. Das mit oder ohne Diamantbesatz auf der zwölfseitigen Lünette erhältliche, facettierte Gehäuse aus Edelstahl bietet eine Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern (zum Vergleich: Die tiefste Stelle zwischen Herrliberg und Oberrieden im Zürichsee misst 136 Meter). Angetrieben wird die Defy Skyline 36 vom Elite 670, das durch den transparenten Gehäuseboden sichtbar ist. Das hauseigene mechanische Werk liefert eine Gangreserve von 50 Stunden. Nebst dem integrierten, zweireihigen Edelstahlarmband kommt die Defy Skyline zusätzlich mit einem schwarzen Kautschukarmband mit Sternmuster, der Preis liegt bei CHF 8400, mit Steinbesatz bei CHF 11 900.
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