Galerie: Belcar - Cabriolet reloaded

Im Jahre 1955 versuchte die in Wollerau ansässige Firma A. Grünhut & Co. an dem in Europa herrschenden Minicarboom teilzuhaben. Weil man die Kosten und Mühen einer Eigenkonstruktion scheute, hielt man Ausschau nach einem brauchbaren, in Lizenz zu bauenden Vehikel und kam mit dem deutschen Egon Brütsch – eine Legende was Minicars betrifft – ins Geschäft.
Bald gab es in Wollerau eine kleine Montagehalle, wo das Kunststoffauto Brütsch 200 unter dem Namen «Belcar» entstand. Es wurden aber nur einige Versuchswagen gebaut. Nachdem in Deutschland Konstruktionsmängel bei der Radaufhängung bekannt wurden, stellte die Firma Grünhut, auch wegen finanzieller Schwierigkeiten, ihre Aktivitäten auf dem Sektor wieder ein – einer der Gründe: der VW Käfer wurde als Occasion plötzlich erschwinglich. Der einzige Belcar gehört jetzt Oliver Meier. Seinen Bemühungen ist es zu verdanken, dass der Minicar wieder an den Zürichsee kam.

Technische Daten
Belcar-Chassis No. 1003 mit 200ccm-Einzylinder-Zweitakter von Sachs; Kette in Hinterradschwinge; Vollölbad; 4 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang; ZF-Lenkung; elektrischer Anlasser; die Sitzbank ist 140 cm breit; Verbrauch: 4,5 l auf 100 km; 80 km/h sind möglich, «aber lebensgefährlich», wie Besitzer Oliver Meier sagt.

Der Kopf dahinter
Oliver Meier ist quasi der Schutzherr des Belcar. Er hat ihn nach langen, zähen Verhandlungen dem holländischen Vorbesitzer abkaufen können – bevor zahlreiche deutsche Sammler und Fans zum Zuge kamen. In seinen Blogs auf www.rollermobilclub.ch/schweizer-kleinwagen-belcar kann man die ganze Geschichte des putzigen Fahrzeuges nachlesen. Und auch, was Oliver Meier schon alles damit erlebt hat. MM