Damit gehört ungenutztes Blech - beziehungsweise ungenutztes «rollendes Material» - der Vergangenheit an. Der Mobilitätsvisionär Frank M. Rinderknecht aus Zumikon verbannt einfach alle verschleissanfälligen Komponenten und sämtliche IT-relevante Technik in das «Skateboard» genannte und damit «intelligente» und vollautomatisierte Fahrgestell des Elektroautos. Die Aufbauten hören auf den Überbegriff «Pod» und bestehen aus langlebigen Modulen. Sie sind nahezu frei von mechanischem Verschleiss oder IT-bedingter Alterung. Obenrum geht es ganz um den jeweiligen Nutzungszweck - vom variablen Delivery-Pod bis zum atemberaubenden, voll vernetzten Nutzererlebnis für die Insassen einer Personenkabine.

Damit löst der Autovisionär vom Zürichsee ein Problem, das manch einer vom Navigationsgerät im eigenen Auto kennt: Das Ding findet den Weg nicht mehr, weil Software und Kartendaten veraltet sind. Was hier nur ärgerlich ist, kann beim selbstfahrenden Auto in naher Zukunft schnell sicherheitsrelevant werden. Denn die meisten herkömmlichen IT-Komponenten sind schon nach wenigen Jahren nicht mehr updatefähig, weil die rasante Entwicklung der Software sie einfach überholt hat. Dabei darf der Rest des Fahrzeugs ein Autoleben lang auf der Strasse bleiben - also durchaus 18 Jahre und mehr.

Die clevere Idee dahinter: Während die klassischen Autohersteller bei jeder Werksführung als Höhepunkt die «Hochzeit» von Karosserie und Chassis zelebrieren, sind «Skateboards» und «Pods» beim Snap nur kurzzeitig Lebensabschnittspartner, die dafür aber Tag und Nacht miteinander verbringen. So nutzen vielfältige Aufbauten - wie für Fahr-, Zustell- oder Paketdienste oder den Abenteuerausflug am Wochenende mit der ganzen Familie - das gerade verfügbare Fahrgestell. Auch sind die „Pods“ stationär zu nutzen - beispielsweise als Kurzzeitbüro mitten in der Stadt.