Für die Mitglieder des Kunstvereins Artischock bedeutet die alljährliche Ausstellung in der Galerie Höchhuus in Küsnacht ein Highlight. Da die jurierte Ausstellung weder Thema noch Umsetzungsart vorgibt, können die Künstlerinnen und Künstler das präsentieren, was sie gerade beschäftigt. 63 Artischock-Mitglieder haben diese Gelegenheit wahrgenommen und insgesamt 169 Werke eingereicht. Unter den ausgewählten 40 Kunstwerken von 29 Künstlerinnen und Künstlern findet sich ein entsprechend vielfältiges Schaffen: Fotografie sowie Skulpturen und Gemälde, die aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Techniken erstellt worden sind.

Heidi Nil, «Gestrandet 1», Kohle auf Papier.

Herausforderung für die Jury
Angesichts der vielen spannenden Werke stand die Jury vor keiner einfachen Arbeit, als sie Ende März die eingegangenen Kunstwerke zu beurteilen hatte: Annalies Walter, Jurypräsidentin und Geschäftsführerin von Visarte Zürich, Künstlerin Maria Eitle-Vozar, Galeristin Ute Barth und zwei Vertreterinnen von Artischock haben mit Hilfe von Kriterien wie «Konzept und Inhalt», «Technik und Machart“, «Originalität» und «Präsentation» eine Auswahl getroffen. Passend zur jurierten Ausstellung hat wiederum Künstler Daniel Severin einen Pokal für die Einladungskarten und Plakate gestaltet.

Susi Bleuler, «Bubbles», Fotomontage.

Gabriele Saputelli als neuer Artischock-Präsident
In diesem Frühling hat Gabriele Saputelli (1967) das Amt von seiner Vorgängerin Arian Zeller übernommen. Der gebürtige Aargauer mit italienischen Wurzeln lebt seit 20 Jahren in Stäfa, wo er in vielerlei Hinsicht als Künstler tätig ist: Als Coiffeur in seinem eigenen Geschäft, als Fotograf, Möbeldesigner oder Philosoph. Er ist bekannt für seine schier unerschöpfliche Energie und für seinen Ideenreichtum. «Wie in meinem Beruf freue ich mich auch in meinem neuen Amt auf die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Jedes Wesen bringt seine Geschichte, seine Kreativität mit. Es liegt nun an mir, diese Energien so zu verknüpfen, dass sie ein sinnvolles, spannendes Ganzes ergeben», freut sich Saputelli über seine neue Aufgabe.