Über 400 Personen fanden sich Ende Oktober im renommierten Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) in Rüschlikon ein. «Das spiegelt das ausserordentlich grosse Interesse an den Auswirkungen der ständigen Erreichbarkeit im Beruf- und Privatleben», freut sich Bernhard Ecklin, Leiter des RAV Thalwil sowie SVP-Gemeinderat in Zollikon.

Doch wo im Hamsterrad des permanent möglichen Datenflusses lauern hinterhältig die Fallstricke für Gesundheit und Seele? Professorin Martha Merrow (oben im Bild), Direktorin am Institut für medizinische Psychologie der Ludwig Maximilian Universität in München sowie Dr. med. Dieter Kissling (zweiter von links), Geschäftsleiter des Institutes für Arbeitsmedizin in Baden beleuchteten das Thema aus verblüffend unterschiedlichen Blickwinkeln.

Das Duo erklärte anschaulich, wie das Ticken der Inneren Uhr vielfach nicht ins enge Korsett der gesellschaftlichen Verpflichtungen sowie des Arbeitsalltages passt - oder der Morgengruss des Weckers bei vielen Menschen eine Art Mini-Jet-Lag auslöst. Das Spannungsfeld der möglichen Auswirkungen bewegt sich von ständiger Müdigkeit bis hin zum kapitalen Burnout. Die Mixtur des Zaubertranks gegen digitales Unwohlsein lautet simpel: Genügend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, Joga oder ein warmes Bad zur Entspannung sowie die nachhaltige Pflege des Freundeskreises.    

Bruno Sauter (rechts), Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit ergänzte das Thema durch persönliche Erfahrungen sowie aus seiner Sicht als Arbeitgeber und Vorsteher einer Arbeitsmarktbehörde. In der Manage des anschliessenden Podiumsgespräches wirbelte Fernseh-Legende Kurt Aeschbacher (links) und sorgte mit seinen Fragen für echte Knacknüsse bei den Protagonisten.

(Text und Photos: Hans-Heiri Stapfer)