Corina Stäubli: «ArtiSchock III», Origami aus Papier, Acryl.

Der Tradition entsprechend dient die Galerie Höchhuus in Küsnacht dem Kunstverein Artischock als beliebte Plattform. Da die jurierte Ausstellung weder Thema noch Umsetzungsart vorgibt, können die Künstlerinnen und Künstler das präsentieren, was sie gerade beschäftigt.
65 Artischock-Mitglieder haben diese Gelegenheit wahrgenommen und insgesamt 155 Werke eingereicht. Unter den ausgewählten 45 Kunstwerken von 45 Künstlerinnen und Künstlern findet sich ein entsprechend vielfältiges Schaffen – insbesondere was den Inhalt betrifft. Hinsichtlich Umsetzung und Machart dominieren in diesem Jahr Gemälde. Fotografien und Skulpturen sind etwas weniger häufig vertreten als in früheren Jahren.

Gabriella Prokai: «IN MITTEN UND NOCH MEHR», mehrschichtig bearbeitete Leinwand (Spachtelmasse, Acryl), Motive und Farbflächen mit Öl.

Neues Konzept bei der Jury
Neu unter den Juroren sind Gerhard Catrina, Künstler und Architekt aus Stäfa, sowie Martin Kunz, Künstler, Philosoph und Dozent aus Zürich. Jurypräsidentin ist wiederum Annalies Walter, Geschäftsführerin von Visarte Zürich. Ebenfalls wieder unter den Juroren sind die Künstlerin Maria Eitle-Vozar und die Galeristin Ute Barth. «Traditionell waren bisher stets zwei Artischock-Mitglieder in der Jury vertreten. Und oft war die Jury in Frauenhand. Mit der neuen Zusammensetzung können wir eine noch grössere Meinungsvielfalt erzielen», erklärt Artischock-Präsident Gabriele Saputelli. Während die Jury bislang drei Werke eines Künstlers wählen durfte, musste sie sich dieses Jahr auf ein Werk pro Künstler festlegen. Entsprechend herausfordernd war die Arbeit der Jury, die Mitte März ihre Auswahl traf. Dies mit Hilfe von Kriterien wie «Konzept und Inhalt», «Technik und Machart», «Originalität» und «Präsentation».
Den traditionellen Pokal, der stets Plakate und Einladungskarten «der Jurierten» ziert, hat wiederum Daniel Severin gestaltet.

Brigitta Signer: «my blue sky one», Fotografie.