Philippe Zumstein (*1971 CH) spielt mit seiner Serie «Burst» mit glatter, aus chromstahl gefertigte Oberfläche und verleiht dieser durch die Thermoforming-Technik eine scheinbar zufällige Verformung. Die «Burst» sind eine Weiterentwicklung aus der Serie «Dammage is Good». An diesem Projekt interessiert Zumstein vorallem die Verletzung von Oberflächen sowie die daraus scheinbar zufällige Entstehung einer neuen Form. Der Einsatz von reflektierenden Oberflächen sowie die matten Polyurethan-Lack Farben erzeugen ein spannendes Gegenspiel. Der Prozess der Veränderung schafft spielerisch einen Dialog zum Betrachter der sein eigenes Spiegelbild und somit ein verzerrtes Raumgefühl wahrnimmt.

 

Florian Fausch (*1978 CH) interessierte sich schon seit vielen Jahren für  die Architektur. Dies schlägt sich auch klar in seinen Werken nieder. Fast immer sind es die Diagonalen, die das Bild massgeblich bestimmen und zielen auf einen aus dem Zentrum gerückten Fluchtpunkt auf der Horizontlinie. So ergibt sich eine asymmetrische Akzentsetzung, die grösstmögliche Weite und Tiefe suggeriert, da sich die Linien maximal über die Bildebene entfalten können. Oft sind hart konturierte Linien ins Bild eingebracht oder Farbflächen prallen aufeinander und legen imaginäre Grenzlinien offen. Fausch’s Räume sind menschenleer trotzdem fühlt sich der Betrachter als sei er selbst Protagonist im Raum.

 

Ganz neue Arbeiten werden von Georg Küttinger (*1972 DE) gezeigt. Der Fotokünstler welcher sich in Vergangenheit einen Namen mit seinen mixed Landscapes geschaffen hat, verfolgt in einem Parallelprojekt die Konstellation von Räumen durch das Zusammenspiel von Schatten- und Lichtpunkten. Die neuesten Arbeiten unter dem Titel «Zentrallinien» sind abstrakter und rythmischer angelegt. Dennoch ist Küttingers Handschrift in den Arbeiten klar ersichtlich.

 

 

Jürgen Paas (*1958 DE) greift mit seinen Arbeiten formal Elemente der Minimal Art auf. Dabei verbindet er Systematik und Ordnung mit Zufall und Regellosigkeit: Auf die Wand gemalte, geklebte und montierte geometrische Formen wie Kreis, Rechteck und Quadrat geben eine mathematische Klarheit vor, bilden in ihrem Zusammenspiel aber rhythmische, variantenreiche und sinnliche Installationen. Paas verleiht der Farbe einen Körper und zugleich lässt er den Raum selbst zum Farbkörper werden.

Bilder: (c) www.pythongallery.ch